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30.07.13 | Psychiatrie Sprühen für den Spurwechsel
Graffiti-Künstler gastiert auf Drogenentwöhnungsstation der LWL-Klinik Marl
Auf die Plätze, fertig und ¿Sprüh¿.
Foto: LWL/Seifert
Ein cooles Stationslogo besaß ¿Spurwechsel¿ schon immer. Schließlich hatten es die Jugendlichen selbst entworfen und gemalt. Mittlerweile war das Motiv allerdings ein wenig ¿angestaubt¿. Wohlgemerkt - das Bild, nicht die Botschaft. Denn nach wie vor ist ein Spurwechsel, weg von Suchtmitteln hin zu einem drogenfreien Leben, ein wichtiges Ziel für die jungen Patienten der Marler Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).
Emsige Internetrecherchen der Patienten und Mitarbeiter hatten zuvor zwar eine Menge interessanter Schriftzüge, aber kein individuelles Logo erbracht. Die zündende Idee kam von Ricarda Scheffler, einer Erzieherin auf der Station. Sie stellte den Kontakt zu Beni Veltum her. Für den Gelsenkirchener Künstler, der schon so ziemlich alles legal besprüht hat, war dieses Anliegen schon etwas ungewöhnlich: Ein Logo für die Drogenentwöhnungs- station einer Kinder- und Jugendpsychiatrie. Aber Veltum war sofort Feuer und Flamme und das aus gutem Grund: ¿Mein Lebensweg war auch nicht immer ganz gerade und manchmal stand ich kurz davor, die falsche Abzweigung zu nehmen¿, so der 26-Jährige. Also packte er seine Farben ein und erschien unter großem ¿Hallo¿ in Marl-Sinsen. Während seiner Arbeit entwickelten sich informative Gespräche, sowohl für die Patienten als auch den Sprayer und die Mitarbeiter. Und ein paar farbige Akzente durften auch die Jugendlichen setzen.
Jetzt prangt das Logo plakativ an der Wand und sowohl Patienten als auch Mitarbeiter sind begeistert. Einmal ¿an der Angel¿ wollen sie Beni nicht so einfach wieder ziehen lassen, da sind sich alle einig. ¿Ein Workshop mit Beni Veltum. Exklusiv für unsere Station. Das wäre toll,¿ malt sich Willi Bussmann, Erzieher und Stationsleiter einen Zukunftswunsch aus.
Das fertige Logo.
Foto: LWL/Seifert
Beni Veltum (li) gibt Tipps zum richtigen Sprühen.
Foto: LWL/Seifert
Pressekontakt
Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Kerstin Seifert, LWL-Klinik Marl-Sinsen - Haardklinik -, Telefon: 02365 802-2126
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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