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11.03.13 | Kultur LWL-Forscher: Fischotter-Nachwuchs tollt durchs Münsterland
Filmischer Nachweis in Ausstellung zu sehen
Belegt mittels Fotofalle: es gibt wieder Fischotter im Münsterland.
Foto: LWL/Kriegs
Nach der Ausrottung des Fischotters in NRW in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es für Jahrzehnte keine Otter mehr in der Region. Als dann im Jahre 2009 überraschend zwei Fischotter im Münsterland dem Straßenverkehr zum Opfer fielen, wurden Wissenschaftler hellhörig. Eine Arbeitsgruppe des LWL-Museums für Naturkunde und der Biologischen Station im Kreis Recklinghausen untersucht seitdem kontinuierlich mögliche Vorkommen zurückgekehrter Tiere. So konnten die Zoologen dann auch tatsächlich im zentralen und westlichen Münsterland eine kleine Population des Fischotters durch Fotofallen wiederentdecken.
Die Tiere vermehren sich. ¿Ganz aktuell und schon im dritten Jahr in Folge konnten wir an einem Bach eine Otter-Mutter mit Jungtieren nachweisen¿ sagt Dr. Jan Ole Kriegs, Zoologe am LWL-Museum für Naturkunde. ¿Wir konnten diese Tiere mithilfe unserer versteckten Kamera fotografieren¿, so Kriegs. Wahrscheinlich gebe es auch an verschiedenen anderen Gewässern schon Nachwuchs.
Das LWL-Museum für Naturkunde hat darum seine Themenausstellung ¿Westfalen im Wandel¿ aktualisiert und stellt den Fischotter etwas genauer vor: Aus dem ¿ausgestorbenen¿ Fischotter wurde ein ¿Rückkehrer¿. Im Museum und auf seiner Internet-Seite ist ab sofort ein Film über die Fischotter im Münsterland zu sehen, der die aktuellen Forschungsergebnisse erläutert und Aufnahmen der Rückkehrer enthält.
Ein Fischotter-Präparat wurde in ein Ufer-Diorama der Ausstellung gesetzt. Der durch die Präparatorin Sandra Fünfstück präparierte Otter war Opfer des Straßenverkehrs im brandenburgischen Spreewald. Neben dem Diorama sind Belegfotos im Münsterland lebender Fischotter zu bewundern.
Weitere Infos unter
http://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de
Museum für Naturkunde/Forschung/Fischotternachwuchs).
Der Film und weitere Otterinfos sind dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr im LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, 48161 Münster, zu sehen. Eintritt Kinder 3 Euro, Erwachsene 5,50 Euro.
Bereits im dritten Jahr in Folge konnten an einem Bach eine Ottermutter mit Jungtieren nachgewiesen werden.
Foto: LWL/Kriegs
Aufgrund der neuen Forschungsergebnisse wurde die Fluss-Vitrine im LWL-Museum für Naturkunde aktualisiert. Wissenschaftler Dr. Jan Ole Kriegs (re.) stellte eine seiner Fotofallen für die Vitrine zur Verfügung, welche Präparatorin Sandra Fünfstück neu einrichtete.
Foto: LWL/Oblonczyk
Die Fotofalle zeigt es: der Fischotter fühlt sich in Westfalen wieder Zuhause.
Foto: LWL/Kriegs
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
LWL-Museum für Naturkunde
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