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21.01.13 | Kultur Nach uns die Sintflut?
Arche aus Bibel-Ausstellung wird ¿Kirchenschiff¿ in Greven
Ausräumen der Tiere und Pflanzen sowie der Fässer und Körbe, entfernen der Holzrampe. Fachleute des LWL-Museums für Naturkunde leisten die Vorarbeit zum Abbau der Arche.
Foto: LWL/Oblonczyk
Was passiert mit der Arche Noah nach der Ausstellung? Diese Frage stellte sich Pastoralreferent Markus Hachmann, als er 2010 mit Gemeindemitgliedern von St. Martinus aus Greven (Kreis Steinfurt) die Sonderausstellung ¿Tiere der Bibel¿ im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) besuchte.
Als er hörte, dass das begehbare Modell des biblischen Schiffes wahrscheinlich entsorgt werden würde, meldete er bei Museumsdirektor Dr. Alfred Hendriks Interesse an. Kurz nach Ende der Sonderausstellung zerlegten jetzt Handwerker des LWL sowie zwei Helfer aus Greven das Schiffsmodell.
Markus Hachmann: ¿Wir planen gemeinsam mit allen Kirchen in Greven eine Bibel-Erlebniskirche. Angefangen haben wir mit einer Jurte, einem mongolischen Rundzelt, auf der Empore der St. Josef-Kirche. Die Jurte ist bei uns mit Teppichen und Bildern ausgeschmückt. Hier veranstalten wir etwa Lesungen unter dem Motto ¿Zu Gast bei Abraham und Sarah`.
Die Arche passe hervorragend dazu, so Hachmann weiter. ¿Wir wollen den Innenraum der Arche zusammen mit Gruppen aus Kindergärten und Schulklassen mit neuen, eigenen Inhalten füllen. Wir versuchen eine religiöse und spirituelle Erfahrung mit einem kreativen Ansatz zu verbinden. Deshalb können wir den Holzkörper der Arche sehr gut nutzen.¿
Das Material der Arche wird zunächst aus organisatorischen Gründen eingelagert. Im Herbst wird sie dann zusammen mit der Jurte in der St. Josef Kirche als ein Teil der Bibel-Erlebniskirche in Greven zu sehen sein.
Die ¿Tiere der Bibel¿ waren vom 3. September 2010 bis zum 6. Januar 2013 im LWL-Museum für Naturkunde in Münster zu sehen. Wegen des großen Besucherinteresses wurde die Ausstellung um ein Jahr verlängert. Die Schau rund um die tierischen, biblischen Helden stellte die Rolle der Tiere in neun verschiedenen biblischen Erzählungen vor und setzte sie aufwendig in Szene. Neben Noahs Arche wurden u.a. Daniel in der Löwengrube, Bileams Eselin oder das Goldene Kalb gezeigt.
LWL-Museum für Naturkunde
Sentruper Str. 285
48161 Münster
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr
Eintritt: 3,00 ¿ Kinder, 5,50 ¿ Erwachsene.
Pastoralreferent Markus Hachmann aus Greven legt selbst Hand an bei der Demontage der Arche.
Foto: LWL/Gyapon
Jede einzelne Planke des Schiffskörpers muss so abgetragen werden, dass sie in der Bibel-Erlebniskirche in Greven wieder aufgebaut werden kann.
Foto: LWL/Gyapon
Pastoralreferent Markus Hachmann (v.re.n.li.), Paul Jamroszczyk, aktives Gemeindemitglied, sowie Tischlermeister Winfried Hermsen, alle aus Greven, freuen sich, dass sie die Arche aus der Sonderausstellung "Tiere der Bibel" übernehmen dürfen.
Foto: LWL/Gyapon
Ein Großteil der Holzplanken ist bereits abgetragen. Der zuküntige Erlebnisraum wird sichtbar.
Foto: LWL/Gyapon
Paul Jamroszczyk hilft ehrenamtlich mit, damit in seiner Gemeinde in Greven zukünftig die Noahs Arche aus dem LWL-Museum für Naturkunde stehen kann.
Foto: LWL/Gyapon
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
LWL-Museum für Naturkunde
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Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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