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23.08.12 | Kultur Fossilfund in Rüthen
Ehrenamtlicher Mitarbeiter des LWL entdeckt bisher unbestimmtes Wirbeltier-Fossil
Die helle Linie entlang des Kalkstein-Blocks zeigt eine Struktur, die möglicherweise Wirbeltier-Knochen sein könnten.
Foto: LWL/Grzegorczyk
Die Fundstelle wurde zwei Tage später von LWL-Mitarbeitern in Augenschein genommen. Das Gestein mit dem Fossil liegt an der Basis der Ober-Kreide in der sogenannten Baddeckenstedt-Formation. Das Alter des Gesteins liegt bei zirka 99 Millionen Jahren.
LWL-Paläontologe Dr. Detlef Grzegorczyk: ¿Diese unter marinen Bedingungen gebildeten Schichten enthalten normalerweise fast ausschließlich Reste von wirbellosen Tieren wie Muscheln, Schnecken, Ammoniten usw. Daher stellt der Fund dieses Wirbeltier-Knochens eine wissenschaftliche Besonderheit dar.¿ Im Steinbruch abgebaut wird der unter den kalkigen Gesteinen anstehende Rüthener Grünsandstein der jüngsten Unter-Kreide.
Sichtbar ist der Knochen bisher nur in einer zirka ein Zentimeter dicken Schichtfuge in dem größeren Gesteinsblock. Mit dem Steinbruch-Besitzer, Martin Kirsch (Steinmetz und Bildhauer), war vereinbart worden, dass er den Block mit schwerem Gerät aus der Wand löst und an eine gut erreichbare Stelle auf der Steinbruch-Sohle transportiert. Von hier wird der Block anschließend ins Museum nach Münster gebracht. Hier wird das Knochen-Material dann von den Spezialisten des LWL vollständig freigelegt und präpariert um herauszufinden, wie bedeutend das Stück ist.
Besichtigung der Fundstelle durch Fachleute des LWL im Steinbruch bei Soest.
Foto: LWL/Grzegorczyk
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
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