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23.03.12 | Kultur Schmetterlingspuppe gewinnt Weltmeistertitel
Goldmedaille für Exponat im LWL-Museum für Naturkunde
Der Präparator Detlev Gregorczyk hat mit seinem Modell einer Kaisermantelpuppe die Goldmedaille auf der Weltmeisterschaft der Präparatoren gewonnen.
Foto: LWL/Oblonczyk
Gregorczyk ist freier wissenschaftlicher Präparator mit zwanzigjähriger Berufserfahrung. In seinem Atelier entstehen wissenschaftlich fundierte Insektenmodelle, so auch diese zwanzigfache Vergrößerung einer originalen Schmetterlingspuppe. Er hat das Modell der Kaisermantelpuppe dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Leihgabe für die gesamte Dauer der Sonderausstellung zur Verfügung gestellt.
Um die Schmetterlingspuppe auf der Weltmeisterschaft in Salzburg zu präsentieren, wurde sie für zwei Wochen der Bionik-Ausstellung entnommen und ist jetzt wieder zu sehen - samt Medaille und Urkunde. Für den Präparator ist die Modellierung von übergroßen Insektenmodellen auch angewandter Naturschutz. ¿Durch die Betrachtung meiner Modelle wird der Ausstellungsbesucher auf die Schönheit und die oft faszinierende Lebensweise der Insekten aufmerksam¿, so Gregorczyk.
Der Kaisermantel ist eine einheimische Schmetterlingsart. Er kommt an Waldrändern und auf Waldlichtungen vor. Die Puppe dieses Schmetterlings hängt frei an niedrigen Ästen. Sie nutzt dafür ein ähnliches Prinzip wie die Klettfrüchte der großen Klette. Über ein Seidengespinst und viele feine Borsten ist die Schmetterlingspuppe mit dem Ast verbunden. Die Form der Puppe lässt sie mit ihrer Umgebung verschwimmen. Dieser Effekt wird durch die metallischen Flecken auf ihrer Vorderseite noch verstärkt. So wird sie für Fressfeinde fast unsichtbar.
Das preisgekrönte Modell der Kaisermantelpuppe ist noch bis zum 17. Juni in der Sonderausstellung ¿Bionik-Patente der Natur¿ des LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, in Münster zu sehen.
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr.
Museumseintritt: 3 Euro/5,50 Euro.
Telefon: 0251 591-05.
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
LWL-Museum für Naturkunde
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