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25.01.12 | Kultur Werner Warsinsky: Ein Komet am Literaturhimmel der Nachkriegszeit
LWL-Literaturkommission startet neue Publikationsreihe mit Archivfunden
Mit einer Dokumentation über Werner Warsinsky startet die LWL-Literaturkommission eine neue Reihe mit Archivfunden.
Foto: LWL
Warsinskys Nachlass wird im Westfälischen Literaturarchiv aufbewahrt. Hier fanden sich Spuren, die Grywatsch aufgenommen hat. In seiner Dokumentation zeigt der Literaturwissenschaftler des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), dass es um den Lünener Schriftsteller und langjährigen Bibliotheksdirektor nach dem Erfolg mit seinem Erstlings-Roman zwar allmählich wieder stiller wurde, dieser jedoch unbeirrt weiterschrieb. ¿Es sind viele wichtige Texte vorhanden, die ein vielfältiges Bild der westdeutschen Nachkriegsliteratur zeichnen", so Grywatsch. Die Studie eröffnet die neue Publikationsreihe der LWL-Literaturkommission mit dem Titel "Aufgeblättert. Entdeckungen im Westfälischen Literaturarchiv".
Hintergrund
Das Archiv sammelt literarische Nachlässe westfälischer Autoren ¿ und das mit wachsendem Zuspruch. Die Zahl der aufbewahrten Bestände beläuft sich heute auf 39. Zunehmend vertrauen auch Gegenwartsautoren ihren ¿Vorlass¿ dem Archiv an.
¿Werner Warsinskys Nachlass zeigt exemplarisch, welche Schätze sich heben lassen, wenn man sich auf Spurensuche begibt¿, erläutert Prof. Dr. Walter Gödden, Geschäftsführer der LWL-Literaturkommission, und Mitinitiator des Literaturarchivs. ¿Regionale Literaturarchive genießen heute hohes Ansehen. Die Autoren wissen, dass sie vor Ort eine größere Wahrnehmung erfahren, als in den nationalen Archiven, in denen sie oft in der Vielzahl verschwinden.¿
Seit 2001 wird das Archiv in Münster gemeinsam von der LWL-Literaturkommission und dem LWL-Archivamt betrieben. Es verfolgt das Ziel, Nachlässe nicht nur zu übernehmen, um sie fachgerecht für die Nachwelt zu erschließen und zu erhalten, sondern sie auch zu erforschen und publik zu machen. ¿Das ist zwar eine Herkulesaufgabe, aber sie zeigt einmal mehr den bedeutenden kulturellen Rang literarischer Hinterlassenschaften¿, erklärt Dr. Marcus Stumpf vom LWL-Archivamt für Westfalen, in dem das Westfälische Literaturarchiv untergebracht ist. ¿Die nähere Erforschung des Warsinsky-Nachlasses bestätigt dies. Ich bin auf weitere Entdeckungen im Westfälischen Literaturarchiv gespannt¿, so Gödden.
Jochen Grywatsch:
Wortgefüge, Sinngebung, Formschaffen.
Die verborgene Literatur des Werner Warsinsky.
Bielefeld: Aisthesis-Verlag 2012 (= Aufgeblättert. Entdeckungen im Westfälischen Literaturarchiv. Bd. 1) 64 Seiten. 9,80 Euro
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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