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21.06.11 | Kultur LWL-Museum für Naturkunde richtet Operationssaal für Bionik-Ausstellung ein

Das Logo zur Ausstellung. <br>Foto:LWL<br />

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Münster (lwl). Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster errichtet für die neue Sonderausstellung ¿Bionik ¿ Patente der Natur¿ (1. Juli 2011¿17. Juni 2012) einen OP-Saal.
Die Ausstellungsmacher Dr. Anika Seyfferth, Friederike Ehn und Dr. Jan Ole Kriegs wollen damit den Besucher durch eine möglichst authentische Atmosphäre in die Welt der Medizin eintauchen lassen und ihm so die neusten Entwicklungen in der Bionik präsentieren.

"Gerade in der Medizin bietet die Bionik viele Möglichkeiten: Moderne Prothesen funktionieren wie das natürliche Vorbild, die menschlichen Gliedmaßen. HighTech-Nahtmaterial soll am Vorbild des Spinnfadens entwickelt werden, er ist besonders reißfest, flexibel und besonders verträglich", so Friederike Ehn.

Auf einer originalen Operationsliege liegt eine täuschend echt wirkende ¿Patientin¿, die mit modernen Prothesen für fehlende Bein- und Armgliedmaßen ausgestattet ist. Bei genauerem Betrachten erkennt man ein Cochlear-Implantat im Ohr, welches das menschliche Gehör ersetzen kann. ¿In keinem anderen Bereich der Bionik, in dem es direkt um das Wohlergehen des Menschen geht, sind die natürlichen Vorbilder so häufig der Mensch und die Funktionen seines Körpers selbst¿, sagt Kriegs.

Die Entstehung der Prothese als Nachbildung menschlicher Gliedmaßen hat eine lange Geschichte, die mit Exponaten wie der von dem deutschen Arzt Ernst Ferdinand Sauerbruch entwickelte Arm-prothese veranschaulicht wird. Sie ist eines der ältesten Stücke der Ausstellung und stammt aus dem Jahr 1965.

Durch die Kooperationen mit dem St. Franziskus Hospital in Münster, der Medizintechnikfirma Dräger sowie dem Universitätsklinikum Münster war es dem Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) möglich, zahlreiche Originalgerätschaften für diesen Teil der Ausstellung zu erhalten.

Das Wort ¿Bionik¿ ist eine Kombination der Begriffe ¿Biologie¿ und ¿Technik¿ und bedeutet die Übertragung von Problemlösungen aus der Natur in die Technik. Die Ausstellung wird ungewöhnliche, biologische Vorbilder und deren verblüffende, technische Umsetzung vorstellen.

Die Sonderausstellung ¿Bionik ¿ Patente der Natur¿ ist vom 1. Juli 2011 bis zum 17. Juni 2012 im LWL-Museum für Naturkunde in Münster zu sehen.
Weitere Informationen unter http://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de oder Telefon: 0251 591-05.


Für den Nachbau eines möglichst echt wirkenden Operationssaals stellten das St. Franziskus Hospital, die Medizintechnikfirma Dräger sowie das Universitätsklinikum Münster zahlreiche Geräte zur Verfügung. <br>Foto: Fialla, LWL<br />

Für den Nachbau eines möglichst echt wirkenden Operationssaals stellten das St. Franziskus Hospital, die Medizintechnikfirma Dräger sowie das Universitätsklinikum Münster zahlreiche Geräte zur Verfügung.
Foto: Fialla, LWL

Andreas Flüthmann(li.)  vom St. Franziskus Hospital erklärt den Ausstellungsmachern Friederike Ehn und Dr. Jan Ole Kriegs den Aufbau eines OP-Saals. <br>Foto: Lohmeier, St. Franziskus-Hospital<br />

Andreas Flüthmann(li.) vom St. Franziskus Hospital erklärt den Ausstellungsmachern Friederike Ehn und Dr. Jan Ole Kriegs den Aufbau eines OP-Saals.
Foto: Lohmeier, St. Franziskus-Hospital

Andreas Flüthmann und Simon Eckelmeier vom St. Franziskus Hospital sowie die Ausstellungsmacher Friederike Ehn und Dr. Jan Ole Kriegs (v.li) verladen Bestandteile des OP-Saals für die Bionik-Ausstellung. <br>Foto: Lohmeier, St. Franziskus-Hospital<br />

Andreas Flüthmann und Simon Eckelmeier vom St. Franziskus Hospital sowie die Ausstellungsmacher Friederike Ehn und Dr. Jan Ole Kriegs (v.li) verladen Bestandteile des OP-Saals für die Bionik-Ausstellung.
Foto: Lohmeier, St. Franziskus-Hospital

Pressekontakt

Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066

presse@lwl.org

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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