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16.06.11 | Kultur ¿Garten macht Schule - Gärten und Parks als Lernorte¿
6. Symposium zur Gartenkunst in Westfalen-Lippe im Sauerlandpark Hemer
Am LWL-Gartensymposium im Sauerlandpark Hemer nahmen neben 50 Architekten und Landschaftspflegern auch (v.l.) Roswitha Kirsch-Stracke (Vorsitzende des Kreisheimatbundes Olpe), Udo Woltering ( LWL-Denkmalpflege, Landschaftspflege und Baukultur in Westfalen), Arne Hermann Stopsack (Mitglied in der LWL-Landschaftsversammlung), Hartmut Kalle ( LWL-Denkmalpflege, Landschaftspflege und Baukultur in Westfalen), Die gesamte Bildunterzeile finden sie am Ende der Pressemeldung
¿Es ist eine Tradition des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), dass seine Symposien zur Gartenkunst immer wieder in den Gärten und Parks ehemaliger Landesgartenschauen stattfinden.¿ Mit diesen Worten begrüßte am Donnerstag (16.06.) die LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale gemeinsam mit Michael Esken, Bürgermeister der Stadt Hemer, die Teilnehmer.
In dem Vortrag über 200 Jahre Schulgartenbewegung in Südwestfalen blickte Roswitha Kirsch-Stracke von der Universität Hannover und Vorsitzende des Kreisheimatbundes Olpe auf die Geschichte der Schulgärten in den letzten Jahrzehnten zurück: ¿Die jüngere Entwicklung der Schulgärten seit der Ökologiebewegung in den 1980er Jahren zeigt, wie auf einige Jahre großen Engagements, in denen überall im Land Schulgärten angelegt wurden, eine Phase des Niedergangs folgte. Fast 25 Jahre lang verkümmerten viele Schulgärten, die heute unter neuen Vorzeichen wieder aufleben.¿ Die aktuelle Begeisterung für Gärten vermittelte auch Gefion Apel. Unter dem Titel ¿Erdbeerspinat, Saftmobil und Scharfschurtag¿ berichtete die stellvertretende Leiterin des LWL-Freilichtmuseums Detmold, wie die Bildungsprogramme der LWL-Museen nun auch Gärten und Parks einbeziehen. ¿Die Schulgarten-bewegung muss sich mit Blick auf die Bedürfnisse der Schulen immer weiterentwickeln,¿ sagte Jörg Ledderbogen vom Schulbiologiezentrum in Hannover.
Unter dem Motto ¿Gärten dokumentieren ¿ Wissen verbreiten¿ präsentierte Hartmut Kalle von der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, wie die Vielfalt der regionalen Gartenkultur von dem Fachamt erfasst wird. Günter Weigel von der Lippe Tourismus & Marketing AG in Detmold betonte die Bedeutung der Dokumentation und Vermittlung für die Gartenkunstreisen. ¿Viele Besucher möchten heute die Gärten selbstständig erkunden und eingetretene Wege verlassen¿, so Weigel. Besucherinformationssysteme, wie sie Dr. Ralf Steffen von der Leibniz Universität Hannover und Dr. Pawel Kojs, Direktor des Schlesischen Botanischen Gartens in Mikolow in Polen, vorstellten, kennzeichnen daher moderne Parkkonzepte.
Das Hauptanliegen des polnischen Gartens ist die Erforschung regionaler Naturräume. Über 30 Führer leiten Gruppen durch Pflanzenkollektionen mit seltenen Tierarten. In Workshops erleben Schüler die Natur hautnah und werden durch gemeinsame Aktivitäten zum engagierten Handeln angeregt.
Bildunterzeile
Am LWL-Gartensymposium im Sauerlandpark Hemer nahmen neben 50 Architekten und Landschaftspflegern auch (v.l.) Ros-witha Kirsch-Stracke (Vorsitzende des Kreisheimatbundes Olpe), Udo Woltering ( LWL-Denkmalpflege, Landschaftspflege und Baukultur in Westfalen), Arne Hermann Stopsack (Mitglied in der LWL-Landschaftsversammlung), Hartmut Kalle ( LWL-Denkmalpflege, Landschaftspflege und Baukultur in Westfalen), Dr. Pawel Kojs (Direktor des Schlesischen Botanischen Gartens in Mikolów in Polen), LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rü-schoff-Thale und Michael Esken (Bürgermeister der Stadt Hemer) teil.
Foto: LWL/Cindy Werner
Blick auf das ehemalige Gelände der Landesgartenschau 2010 im Sauerlandpark Hemer .
Foto: LWL/Woltering
Als Abschluss der Tagung stellte Eva Diepes auf einem Rundgang das schulpädagogische Konzept des ¿Grünen Klassenzimmers¿im Sauerlandpark Hemer vor.
Foto: LWL/Woltering
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bettina Schürkamp, LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, Telefon: 0251 591-3872
LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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