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20.05.11 | Kultur Münsters Stadtarchäologin Dr. Aurelia Dickers ist neue Vorsitzende der Altertumskommission für Westfalen beim LWL
Dr. Aurelia Dickers studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Alte Geschichte an den Universitäten Münster, Tübingen, Köln, Salzburg und Marburg. Im Jahr 1992 wurde sie in Marburg promoviert. 1993 übernahm sie die Leitung der neu eingerichteten Kreisarchäologie in der Weltkulturerbestadt Quedlinburg. Seit 2001 ist sie Stadtarchäologin von Münster.
Als Stadtarchäologin in einer geschichtsträchtigen Stadt wie Münster steht Dickers für die Verbindung von praktischer Bodendenkmalpflege und Forschung. Dabei liegt ihr die Vermittlung des Vergangenen besonders am Herzen. ¿Durch Forschung lebendig gemachte Geschichte macht Orte lebenswerter¿, sagt sie, ¿gerade in unserer schnelllebigen Zeit wird das Wissen um ein historisch gewachsenes Umfeld als verlässlicher Gegenpol immer wichtiger.¿ Für sie gehören Forschung und öffentliche Information eng zusammen. Dies ist ganz im Sinne der Altertumskommission, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Menschen für die archäologischen Kulturschätze unter ihren Füßen zu sensibilisieren.
Hintergrund
Der LWL unterhält sechs landeskundliche Kommissionen, bei denen mehr als 400 Wissenschaftler ehrenamtlich zu den Themen Archäologie, Geografie, Geschichte, Literatur, Mundart- und Namensforschung und Volkskunde forschen. Die im Jahr 1897 gegründete Altertumskommission untersucht übergreifende Fragestellungen zur Archäologie in Westfalen. Zu den wichtigsten Projekten gehört zurzeit die Erforschung und Ausschilderung alter Fernwege, auf denen auch die Jakobspilger seit dem Mittelalter nach Santiago de Compostela gezogen sind.
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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