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14.03.11 | Kultur 50 Jahre Außenstelle ¿Heiliges Meer¿

Seit 1961 ist LWL im Naturschutzgebiet präsent

LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale übergibt eine Urkunde zum 50-jährigen Bestehen der Außenstelle an Dr. Heinrich Terlutter, Außenstellendirektor (2.v.r.). Zu sehen sind außerdem: Thomas Kubendorff, Landrat des Kreises Steinfurt (l.), und Dr. Alfred Hendricks, Museumsdirektor (r.).<br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale übergibt eine Urkunde zum 50-jährigen Bestehen der Außenstelle an Dr. Heinrich Terlutter, Außenstellendirektor (2.v.r.). Zu sehen sind außerdem: Thomas Kubendorff, Landrat des Kreises Steinfurt (l.), und Dr. Alfred Hendricks, Museumsdirektor (r.).
Foto: LWL/Oblonczyk

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Recke (lwl). Das LWL-Museum für Naturkunde Münster unterhält in am ¿Heiligen Meer¿, diesem ¿Paradies für Wasserfloh, Sonnentau und Libelle¿ eine biologische Außenstelle. Die Außenstelle ¿Heiliges Meer¿ liegt direkt am Naturschutzgebiet auf dem Gebiet von Recke und Hopsten (Kreis Steinfurt).

Der Provinzialverband, Vorläufer des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), erwarb schon 1927 das damals aus drei Teilstücken bestehende 55 Hektar große Heidegebiet zusammen mit dem großen Gewässer ¿Heiliges Feld¿ sowie dem dortigen Gebäude.

Bereits seit den 1930er Jahren wird die Außenstelle von Schulen, Universitäten und naturwissenschaftlichen Vereinen für Exkursionen, Seminare und wissenschaftliche Untersuchungen genutzt.

Das Jubiläum bezieht sich auf das neu errichtete Gebäude, das speziell für die Betreuung der Kursteilnehmer eingerichtet und im März 1961 eingeweiht wurde. Seitdem werden die Kurse im Neubau durchgeführt. Damit blickt die Außenstelle in diesem Jahr auf eine 50jährige Geschichte zurück.

Das Naturschutzgebiet Heiliges Meer-Heupen ist heute etwa 260 Hektar groß. Rund 100 Hektar davon werden vom LWL betreut.
Das Naturschutzgebiet ¿Heiliges Meer¿ befindet sich an der Nordwestgrenze von Westfalen zu Niedersachsen, 30 Kilometer nordwestlich von Osnabrück, zwischen den Orten Obersteinbeck und Hopsten an der Landstraße L 504. Politisch ist das ¿Heilige Meer¿ den Nachbargemeinden Hopsten und Recke im Kreis Steinfurt zuzuordnen.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 965 n.Chr. und bezeichnet das heutige ¿Heilige Meer¿ als ¿Drevanameri¿ (= Dreigrenzenmeer): Hier stießen die Grenzen von drei sächsischen Gauen zusammen. Noch heute sind diese Grenzen teilweise vorhanden, so läuft die Grenze zwischen den Gemeinden Hopsten und Recke mitten durch das Große Heilige Meer.

Das Naturschutzgebiet bietet auf Wanderwegen die Möglichkeit zu Naturbeobachtungen von natürlichen Ökosystemen wie Seen, Tümpeln und Wäldern sowie Elementen historischer Kulturlandschaft, etwa Heiden und Feuchtgrünland. Zahlreiche Erdfallseen entstanden aufgrund der geologischen Besonderheit des Untergrundes dieses Gebietes und gaben dem ¿Heiligen Meer¿ seinen Namen.
Im Mittelpunkt der Arbeit der LWL-Außenstelle stand von Beginn an die Erforschung und Vermittlung der geologischen und biologischen Vielfalt im Naturschutzgebiet und seiner Umgebung sowie

- die Durchführung von naturkundlichen und ökologischen Kursen
- die Betreuung des Naturschutzgebietes
- die Förderung wissenschaftlicher Untersuchungen zur Biodiversität des NSG
- die Unterstützung naturschutzorientierter Forschungsvorhaben.

LWL-Museum für Naturkunde
Außenstelle Heiliges Meer

Bergstraße 1
49509 Recke
Telefon 05453.99660
heiliges-meer@lwl.org
http://www.lwl-heiliges-meer.de

Blick in den Ausstellungsraum am Heiligen Meer. <br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

Blick in den Ausstellungsraum am Heiligen Meer.
Foto: LWL/Oblonczyk

Der Ausstellungsraum informiert über die Entstehungsgeschichte der Erdfallseen, die Lebensräume sowie die Pflanzen- und Tierwelt im Naturschutzgebiet. <br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

Der Ausstellungsraum informiert über die Entstehungsgeschichte der Erdfallseen, die Lebensräume sowie die Pflanzen- und Tierwelt im Naturschutzgebiet.
Foto: LWL/Oblonczyk

Der Erdfall füllt sich langsam mit Grund- und Regenwasser. <br>Foto. LWL/Fotoarchiv<br />

Der Erdfall füllt sich langsam mit Grund- und Regenwasser.
Foto. LWL/Fotoarchiv

Der große Erdfall kurz nach dem Einbruch am 14.04.1913. <br>Foto: LWL/Fotoarchiv<br />

Der große Erdfall kurz nach dem Einbruch am 14.04.1913.
Foto: LWL/Fotoarchiv

Ein neuerer Erdfall in der Nähe von Hörstel im November 1980. <br>Foto: LWL/Rehage<br />

Ein neuerer Erdfall in der Nähe von Hörstel im November 1980.
Foto: LWL/Rehage

Der LWL erwarb 1927 das Naturschutzgebiet in der Nähe von Recke und das dortige Gebäude, welches 1961 neu gebaut wurde. <br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

Der LWL erwarb 1927 das Naturschutzgebiet in der Nähe von Recke und das dortige Gebäude, welches 1961 neu gebaut wurde.
Foto: LWL/Oblonczyk

Seit nunmehr 50 Jahren werden im Gebäude der Außenstelle naturkundliche Kurse angeboten. <br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

Seit nunmehr 50 Jahren werden im Gebäude der Außenstelle naturkundliche Kurse angeboten.
Foto: LWL/Oblonczyk

Die Außenstelle wird von Schulen, Universitäten und naturwissenschaftlichen Vereinen für Exkursionen, Seminare und wissenschaftliche Untersuchungen genutzt. <br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

Die Außenstelle wird von Schulen, Universitäten und naturwissenschaftlichen Vereinen für Exkursionen, Seminare und wissenschaftliche Untersuchungen genutzt.
Foto: LWL/Oblonczyk

Im Seminar- und Kursraum werden ein- und mehrtägige naturkundliche Kurse angeboten. <br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

Im Seminar- und Kursraum werden ein- und mehrtägige naturkundliche Kurse angeboten.
Foto: LWL/Oblonczyk

Im Rahmen der Kurse werden vor allem Artenkenntnisse, Kartierungsmethoden und freilandbiologische Methoden vermittelt. <br>Foto: LWL/Egbert<br />

Im Rahmen der Kurse werden vor allem Artenkenntnisse, Kartierungsmethoden und freilandbiologische Methoden vermittelt.
Foto: LWL/Egbert

Die Kursteilnehmer erkunden das Gebiet auf Exkursionen und fahren hinaus auf das ¿Große Heilige Meer¿. <br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

Die Kursteilnehmer erkunden das Gebiet auf Exkursionen und fahren hinaus auf das ¿Große Heilige Meer¿.
Foto: LWL/Oblonczyk

Die Tier- und Pflanzenwelt des Naturschutzgebietes wird von erfahrenen Kursleitern, wie etwa hier Dr. Heinz-Otto Rehage (ehemaliger Leiter der Außenstelle Heiliges Meer), vorgestellt. <br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

Die Tier- und Pflanzenwelt des Naturschutzgebietes wird von erfahrenen Kursleitern, wie etwa hier Dr. Heinz-Otto Rehage (ehemaliger Leiter der Außenstelle Heiliges Meer), vorgestellt.
Foto: LWL/Oblonczyk

Der Natur auf die Spur gehen die Kursteilnehmer in der Außenstelle des LWL-Museums für Naturkunde. <br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

Der Natur auf die Spur gehen die Kursteilnehmer in der Außenstelle des LWL-Museums für Naturkunde.
Foto: LWL/Oblonczyk

Gewässeranalysen direkt vor Ort ¿ das ist Natur live. <br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

Gewässeranalysen direkt vor Ort ¿ das ist Natur live.
Foto: LWL/Oblonczyk

Blühende Heide im Naturschutzgebiet am Heiligen Meer. <br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

Blühende Heide im Naturschutzgebiet am Heiligen Meer.
Foto: LWL/Oblonczyk

Das ¿Große Heilige Meer¿ lockt Wanderer und Spaziergänger an. <br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

Das ¿Große Heilige Meer¿ lockt Wanderer und Spaziergänger an.
Foto: LWL/Oblonczyk

Kursteilnehmer auf dem ¿Großen Heiligen Meer¿. <br>Foto: LWL/Oblonczyk<br />

Kursteilnehmer auf dem ¿Großen Heiligen Meer¿.
Foto: LWL/Oblonczyk

Anfahrtsbeschreibung zur Außenstelle Heiliges Meer. <br>Grafik: Lohmann, Münster<br />

Anfahrtsbeschreibung zur Außenstelle Heiliges Meer.
Grafik: Lohmann, Münster

Pressekontakt

Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

LWL-Museum für Naturkunde

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Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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