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01.12.10 | Kultur Riesen der Meere kommen nach Münster
Erste Exponate für Wal-Ausstellung im LWL-Museum für Naturkunde
Die ersten Wale sind zur Präparation im LWL-Museum für Naturkunde eingetroffen.
Foto: LWL/Frederieke Eberhardt
Die beiden Schweinswale waren an der Nordseeküste gestrandet und verendet. Mitarbeiter des Forschungs- und Technologiezentrums Westküste in Büsum hatten die Kadaver ins LWL-Naturkundemuseum nach Münster gebracht. Mehrere Arbeitsschritte waren nötig, um die Überreste der Kleinwale in Ausstellungsobjekte zu verwandeln. Die Bearbeitung der Tiere leitete der zoologische Chefpräparators des LWL-Museums, Werner Beckmann.
Zunächst haben die Fachleute die dicke Speckschicht der Tiere abgetragen, danach die Kadaver ausgenommen und entfleischt. ¿Fleischzersetzende Bakterien in einem Tauchbad erledigen nun innerhalb von zwei Monaten den Rest der Arbeit und hinterlassen letztlich die sauberen Knochen. Leider brachte dieser Teil der Präparation einen Gestank nach Verwesung und Tran mit sich, den wir in fast alle Büros gerochen haben¿, berichtet Becker von den vergangenen Wochen. Der Geruch sei aber inzwischen abgezogen.
Schweinswale gehören mit einer Körperlänge von etwa 1,80 Metern zu den kleinsten Vertretern der Wale. Die mit den Delfinen verwandten Meeressäuger sind auch in Nord- und Ostsee verbreitet. Immer wieder stranden dieser Tiere an deutschen Küsten, auch im Zusammenhang mit negativen Umwelteinflüssen wie Schiffslärm und Meeresverschmutzung.
2012 werden die weißen Skelette der beiden Schweinswale in der Sonderausstellung ¿Wale - Riesen der Meere¿ im LWL-Museum für Naturkunde in Münster zu sehen sein.
Pressekontakt
Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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