Hier: PresseMitteilungs-Detailseite
13.08.10 | Kultur Fremde Impulse - Baudenkmale im Ruhrgebiet
Ausstellungseröffnung in der LWL-Bürgerhalle
Mit den Zechen kamen wichtige Impulse ins Ruhrgebiet, heute entwickeln sich die alten Industrieanlage weiter wie hier die Zeche Erin, gegründet 1866 von William Thomas Mulvany, zu einem Dienstleistungszentrum (Mulvany Center).
Foto: Dietrich Hackenberg
"Die Ausstellung zeigt den sehr bemerkenswerten Denkmalbestand des Ruhrgebietes unter zum Teil ungewohnten Aspekten.
Das Projekt stellt anhand des historischen Baubestandes dar, welche gesellschaftlichen Vielfalt und welcher kulturelle Reichtum sich durch Migration, Wandel und Veränderung in unserer Gesellschaft ergeben", sagte Kirsch bei der Ausstellungseröffnung. Diese Ausstellung, die für drei Wochen ein Stück der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 nach Münster bringe, verdeutliche auch, wie wichtig die Denkmalpflege sei, weil sie Geschichte vermittle und belege, so der LWL-Direktor weiter.
Die weiteren Standorte der Ausstellung sind der Kulturbunker in Duisburg-Bruckhausen, das Rathaus-Forum in Castrop-Rauxel, Schloss Horst in Gelsenkirchen, Haus Witten in Witten und das LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg in Oberhausen.
Kartenbox Fremde Impulse - Baudenkmale im Ruhrgebiet
Die Kartenbox "Fremde Impulse - Baudenkmale im Ruhrgebiet" ist ein weiterer Baustein des Projektes. "Die praktische Box für unterwegs enthält 80 Objektkarten mit Adressen, zahlreichen Abbildungen und Kurzinformationen zu ausgewählten Baudenkmalen mit Landkarte und Begleitheft. Sie eignet sich gut für eine eigene Entdeckungstour zu den fremden Impul-sen im gesamten Ruhrgebiet", so Projektleiterin Dr. Barbara Seifen.
Die Box kostet 12,95 Euro und ist unter
ISBN 978-3-8157-1193-4
im Buchhandel erhältlich.
Begleitband Fremde Impulse - Baudenkmale im Ruhrgebiet
In dem Begleitband finden sich weiterführende Aufsätze zu Themen der regionalen Denkmalpflege, zum Austausch des Ruhrgebietes mit seinem Umland und der Welt. Aktuelle und historische Bilder ergänzen die textlichen Informationen.
Der Begleitband umfasst 288 Seiten und zahlreiche Abbildungen, er kostet 19,95 Euro, und ist unter
ISBN 978-3-8157-1271-9
ebenfalls im Buchhandel erhältlich.
Unter http://www.fremde-impulse.lwl.org können Interessierte weitere Informationen rund um das Projekt abrufen. Dazu gehören über 150 Denkmale und zahlreiche Impulse angefangen bei den Römern über den Merkantilismus, die Franzosen und Preußen bis hin zu den Migrationen der letzten Jahrzehnte.
Hintergrund
Fremde Impulse haben das heutige Ruhrgebiet immer wieder neu bereichert, aber auch umgekehrt haben von hier aus Impulse ihren Weg in die "Fremde" genommen. In dieser Region sind auch vor der Entwicklung der Schwerindustrie schon tief greifende und den jeweiligen Zeitgenossen meist bedrohlich erscheinende Umbrüche erfolgt. "Solche Wechselwirkungen sind an vielen der rund 10.000 Baudenkmalen der Region ablesbar. Doch wer ist schon in der Lage, sie ohne 'Übersetzer' zu lesen? Anhand ausgewählter Denkmale zeigt das Projekt die seit Jahrhunderten bestehenden Bezüge und Einflüsse zwischen dem Ruhrgebiet, seinen benachbarten Regionen und der Welt auf. Migration und Austausch, Wandel und Umbrüche waren gerade im heutigen Ruhrgebiet schon immer wesentliche Teile der Geschichte, sie sind notwendig, gehören dazu - und bieten viele Chancen für Neues", so Seifen.
Das Kloster Cappenberg, 1122 gegründet, ist das erste Prämonstratenserkloster östlich des Rheins. Strenge und Schlichtheit gemäß den zisterziensischen Bauregeln kennzeichnen noch heute den erhaltenen Kirchenbau.
Foto: LWL
Schon lange vor der Schwerindustrie gab es im Ruhrgebiet fremde Impulse wie beispielsweise zu sehen am Schloss Horst in Gelsenkirchen, eines der ersten und prachtvollsten Renaissanceschlösser im Ruhrgebiet (Baujahr 1556 - 1578) inspiriert von Bauwerken und Künstlern aus ganz Europa.
Foto: LWL
Pressekontakt
Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Fürstenbergstr. 15 48147 Münster Karte und RoutenplanerDer LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung