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24.02.10 | Kultur Von Brandgassen über Annette von Droste-Hülshoff bis zum Schweinemarkt:
Mit der LWL-Denkmalrallye erleben Kinder Stadtgeschichte
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Die Kommunen und der LWL liefern das Wissen, das Land NRW finanziert das Geschichtsprojekt mit Pfiff: "Um Zukunft gestalten zu können, muss man die Vergangenheit kennen. Wer als Kind erfahren hat, auf welche spannende Art Häuser Geschichte vermitteln und wie die Baukultur unser Heimat-gefühl prägt, wird als Erwachsener die Chancen nutzen, die Denkmalschutz und Denkmalpflege bieten", so Staatssekretär Günther Kozlowski.
Die Rallye führt die Kinder quer durch Warendorfs Innenstadt. Unterwegs fragt Willi Spürnase sie beispielsweise, wann das Haus des Architekten G.L Pictorius gebaut wurde, der das Schloss Nordkirchen entworfen hat. Oder er will wissen, wie Metzger früher genannt wurden. ¿Was hat das Gebäude ¿In den Lampen1¿ mit der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff zu tun?¿, lautet eine wei-tere Frage. Außerdem sollen die Kinder den Giebel des 500 Jahre alten Gebäudes ¿Zum Schwanen¿ nachzeichnen, im Modell der Stadt Warendorf zeigen, wo das Rathaus steht und die Länge der alten Marienkirche messen.
Weitere Fragen führen die Kinder zu den Brandgassen an der Emsstraße, zur Öl- und Walkmühle an der Mühlenstraße, zum Mühlengebäude an der Kurzen Kesselstraße, zum Clubhaus der Gesellschaft Harmonie, zum ehemaligen Laurentianum und zum Brunnen auf dem Schweinemarkt.
¿Die Rallyes eignen sich übrigens nicht nur für den Sachkunde- oder Geschichtsunterricht, sondern auch für andere Gruppen oder für Kindergeburtstage¿, so LWL-Denkmalpflegerin Dr. Bettina Heine-Hippler, die die Denkmalrallyes entwickelt hat.
Die Klasse 6 d des Laurentianums hat die Warendorfer Denkmalrallye am Mittwoch (24. Februar) in einem Probelauf getestet. Die Kinder waren begeistert und verwundert über die vielen Zeugen aus der Vergangenheit in ihrem Ort. "Es ist wichtig, dass sich die Schüler nicht nur im engsten Umfeld von ihrer Wohnung und der Schule bewegen, sondern dass sie die ganze Stadt mit ihrer Geschichte kennenlernen. Dazu bietet die Denkmalrallye eine gute und kindgerechte Möglichkeit", sagten der stellvertretende Bürgermeister Klaus Artmann und Baudezernent Oliver Knaup.
"Viele Kinder laufen einfach an den Denkmälern vorbei, ohne sie wahrzunehmen. Mit der Denk-malrallye wollen wir ihnen die Möglichkeit geben, sich intensiv mit der eigenen Stadtgeschichte auseinander zu setzen und sie so unmittelbar zu erleben", erklärt Heine-Hippler Dr. Holger Mertens vom LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen.
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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