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12.05.09 | Kultur Den Vorfahren Leben eingehaucht
Neue Ausstellung zeigt ¿lebensechte¿ Urmenschen
Die Rekonstruktion des 400.000 Jahre alten Homo erectus.
Foto: LWL/Oblonczyk
In fünfmonatiger Arbeit hat Lisa Büscher die detailreichen, äußerst realistischen Körper der menschlichen Vorfahren nachgebildet. Das LWL-Museum stellte wissenschaftliche Daten und vorhandene Skelett-Rekonstruktionen zur Verfügung. Daraufhin begann die Künstlerin, die Köpfe und Gliedmaßen in verschiedenen Modelliermassen individuell zu gestalten.
Anschließend fertigte sie aus Fiberglas und Kunstharz mehrteilige stabile Negativformen von den modellierten Körperteilen an. Durch Füllen der Formen mit speziellen Silikonen aus dem Bereich der Prothetik erhielten die Nachbildungen ihre elastische, lebensecht wirkende Hautoberfläche.
Die Künstlerin hat die so erhaltenen Silikon-Rohlinge eingefärbt und bemalt. In einem aufwändigen Verfahren brachte sie die Haare einzeln auf, um beim Betrachter den Eindruck entstehen zu lassen, seine urzeitlichen Vorfahren stünden ihm leibhaftig gegenüber.
Die besondere Herausforderung des Projektes bestand für die Maskenbildnerin zum einen darin, bei den Figuren jeweils individuelle Züge, Gestik und Mimik herauszuarbeiten. Zum anderen sollte sie zwischen wissenschaftlich gesicherten Eckdaten und nicht überlieferten Merklmalen einen realistischen sowie ansprechenden Mittelweg bei der Gestaltung der Figuren finden.
Die Urmenschen sind vom 20.5.2009 bis zum 11.04.2010 in der neuen Sonderausstellung ¿Vom Faustkeil zum Mikrochip ¿ Evolution des Menschen¿ dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr im LWL-Museum für Naturkunde an der Sentruper Str. 285 in Münster zu sehen. Eintritt: Kinder 2 Euro, Erwachsene 3,50 Euro, Familien 8 Euro. Weitere Informationen unter Telefon 0251 591- 05 oder http://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de .
Die Anfertigung der beiden Figuren und ihrer einzelnen Gliedmaßen erforderte viel Fingerspitzengefühl.
Foto: Campbell
Lisa Büscher legte selbst Hand an beim Aufbau der Figuren in der neuen Sonderausstellung.
Foto: LWL/Oblonczyk
Pressekontakt
Bianca Fialla, LWL-Naturkundemuseum, Telefon: 0251 591-6066 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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