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22.05.03 | Der LWL 'Rosse im Ried': LWL gibt 60 Jahre alten Film über die Wildpferde im Merfelder Bruch als Videokassette heraus
Der Film 'Die Rosse im Ried' zeigt 60 Jahre alte, eindrucksvolle Bilder der Wildpferde im Merfelder Bruch.
Foto: LWL
Der Film wurde 1943 gedreht als die 6. Armee in Stalingrad schon vernichtet war und alliierte Truppen in Italien landeten. Zu dieser Zeit zeigt der Film die scheinbar friedliche Welt des ländlichen Westfalens, das noch unzerstörte Dülmen und das freie Leben der Wildpferde im Merfelder Bruch.
Ein Tier- und Heimatfilm also aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. In seinem Mittelpunkt steht das 1847 vom Herzog Alfred von Croy eingerichtete Naturreservat mit seinen einzigartigen Existenzbedingungen für wildlebende Pferde. In eindrucksvollen Bildern werden die großen und kleinen Ereignisse im Jahreslauf festgehalten: Die ruhig ziehende, grasende Herde, eine Geburt in der Wildbahn, Hengstkämpfe, Fluchtgaloppaden vor Feuer und Wilddieben, die Gefahren nasskalter Winter und als Höhepunkt den Fang und die Versteigerung aller einjährigen Hengste als großes Volksfest, das bis heute am letzten Wochenende im Mai stattfindet.
Der Film zeigt also scheinbar zeitlose und politikferne Bilder. Im Kommentar, der die Bilder begleitet und interpretiert, klingen aber gelegentlich die Grundmuster nationalsozialistischer Rassenideologie an. Das macht den Film auch historisch zu einem aufschlussreichen Dokument.
Für Pferdeliebhaber und -kenner ist er ohnehin ein faszinierendes Zeugnis, denn die sechs Jahrzehnte alten Aufnahmen ermöglichen einen interessanten Vergleich mit den heute im Merfelder Bruch lebenden 350 Pferden, die auch 150 Jahre nach der Gründung der Wildbahn noch immer unter dem Schutz der Herzöge von Croy stehen.
Rosse im Ried
Wildpferde im Merfelder Bruch. Ein Film aus dem Jahre 1943
VHS-Film, 15 Minuten,
Bezug: Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Westfälisches Landesmedienzentrum, Warendorfer Straße 24, medienzentrum@lwl.org, Tel. 0251/591-3901.
Der Preis für Privatpersonen beträgt 9,90 Euro plus 2,60 Euro Versandkosten.
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 13.000 Beschäftigten für die 8,5 Millionen Menschen in der Region. Mit seinen 41 Schulen, 17 Krankenhäusern, 17 Museen und als einer der größten Sozialhilfezahler Deutschlands erfüllt der LWL Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, der durch ein Parlament mit 135 Mitgliedern aus den Kommunen kontrolliert wird.
ca. 2900 Anschläge
Der Dülmener Marktplatz um 1920.
Repro: LWL
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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